Samstag, 5. September 2009

zu den Tönen von

Anne Clark's Album "Hopeless Cases" mal wieder Neuigkeiten aus den Kellergewölben von mir und meiner Herrin, die geruhte, mich heute mit all dem was sich Alltag nennt, alleine zu lassen. Ach ja, und das andere mit dem sie mich allein ließ, nennt sich Kinder - die waren allerdings bis jetzt ziemlich pflegeleicht. Alleine ließ Sie mich, da sie es vorzog, sich mit einigen von Euch zu einem vergnüglichen Beisammensein zu treffen, anstatt mit ihrem Kellerbewohner hier noch ein wenig Miete abzuwohnen. Nun ist sie schon seit 9 Stunden unterwegs, und - man mag es kaum glauben! - ich bin jetzt schon seit ca. 8,5 Stunden dran, sie zu vermissen. Da denkt man immer: klasse, mal ein Tag, an dem man mal so vor sich hin gruschteln kann (ob das wohl im Duden ist?)... und? macht man das? naja, im Augenblick so ein kleines bisschen, ansonsten erledigt man dieses und jenes, telefoniert, holt ab, kauft ein, räumt weg, setzt einen PC neu auf (ja, genau den - fertig!), bereitet eine Kleinigkeit für den Kennenlerntag vor (ja, wir begehen und feiern alles, was uns in die Quere kommt!) - und zwischen alle diesen Dingen aus der Aufzählung kommt jeweils ein "vermisst die Herrin ein bisschen mehr". Denn egal wie sehr die rostige Kette an meinem Fußgelenk auch scheuert - wenn da nicht mal ab und zu die Herrin dran zieht, um mir neue Lasten aufzubürden oder einen harten Brotkanten herabzuwerfen, dann verliert sich schnell der Lebenszweck und man mäandert nur noch so von einer Ecke in die andere, nur um zu bemerken, daß diese auch nicht bequemer, wärmer und weicher ist als die letzte.
Nun - diese äußerst fröhliche, beschwingte Musike ist nun zu Ende gegangen... so auch dieser Post. Gehabt Euch wohl!
Euer Kellerkind

Kommentare:

  1. Na, wenn das keine Liebe ist, dann weiß ich auch nicht ...

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  2. Oh ha, da muß ich also heute Abend mal zugeben, daß die von mir sehr verehrte Mascha Kaleko irrt.
    Ja, sie irrt sich gewaltig.
    Schrieb sie doch in einem Werk
    "...im Keller die Proleten, die hausen mit der Maus. Nur Dichter und Poeten, die zieht es hoch hinaus."
    Eines besseren belehrt. Hier und jetzt.
    Nee, eigentlich schon vorher. Aber hier und jetzt mußte das mal gesagt werden.
    Also, ich würde dann mal den Keller noch schnell auf Vordermann bringen, denn wenn die Herrin DAS hier liest, wird es sie nicht mehr in den oberen Gefilden halten.
    Dann habt Ihr vielleicht einen neuen Gedenktag!
    LG
    Nicole

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  3. Ich bin wieder hier und wisch mir grade ein Tränchen aus dem Auge!Wenn das die Mädels lesen.....

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  4. Na da hat sich deine Herrin ja genau das richtige Kellerkind geangelt.
    Aber das weiß sie ja selber,das sie einen der guten Kellerbewohner hat ;-)

    Lieben Gruß
    Sandra

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